Yoga

»Vom Nichtsein führe mich zum Sein,Yogadarsana
Der königliche Weg der Verwirklichung
von der Finsternis führe mich zum Licht,
vom Tod führe mich zur Unsterblichkeit
(Brhadaranyaka Upanisad I,III,28)

Das Wesen des Yoga ist die Wiedereingliederung des
individuellen Bewusstseins in das universale Bewusstsein.

Seiner wahren Bedeutung nach stellt der Yoga den Yoga - Initiationswege zum Transzendenten
empirischen,praktischen Aspekt zur Enthüllung
jener grundlegenden Wahrheit dar, die er selbst verkündet. In diesem Sinne ist der
Yoga eine Anschauung, die auf Erfahrung basiert. Er besteht aus Theorie und Praxis, die beide integriert werden müssen, um das richtige Ergebnis zu erzielen.

Der Yoga setzt den Drang nach Befreiung, das Streben nach dem göttlichen Gegenpart und den Besitz jenes Eros voraus, von dem Platon spricht, also jenen "Durst" nach dem Intelligiblen. Wenn diese Faktoren fehlen, reduziert sich der Yoga auf eine bloße Parodie seiner selbst, manchmal auch auf eine verfälschte Nachahmung.

Da der Yoga keine Religion ist oder das, was man normalerweise darunter versteht, und da er auch keine einseitige, nur wenigen Menschen oder Gruppen im Osten vorbehaltene Glaubensform darstellt, könnte man – vor allem im Westen – annehmen, dass ihm weder eine Ethik noch eine Anschauung oder eine spirituelle, initiatische Philosophie zugrunde liegen. Diese Annahme ist falsch, denn als spirituelle Disziplin ist der Yoga bereits in den Veden und Upanischaden enthalten, und zudem ist er einer der sechs Gesichtspunkte in der Veden, darsana genannt, auf denen viele Yoga-Arten basieren. Darum wurzelt der Yoga zutiefst in spirituellem Boden: in den Veden, in den Upanischaden und in den darsana.

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